Foto: Händedesinfektion, meist besser als Händewaschen

Wenn’s beim Desinfizieren brennt …

… braucht Ihre Haut ärztliche Hilfe. Wir sagen Ihnen, warum – und was Sie tun können, damit es gar nicht soweit kommt.

Desinfizieren ist oft das Beste, um Keime an den Händen unschädlich zu machen. In einem früheren Beitrag zur Händedesinfektion haben wir geschrieben, dass dies in vielen Situationen das Händewaschen überflüssig macht. Doch was tun, wenn die Haut beim Kontakt mit dem Händedesinfektionsmittel brennt?

Kernproblem: Zu viel Kontakt mit Feuchtigkeit

Anders als viele denken, hat ein Brennen der Haut beim Desinfizieren in der Regel nichts mit einer Allergie zu tun. Das Problem ist vielmehr eine geschädigte Hautbarriere, die meist durch zu viel Kontakt mit Feuchtigkeit verursacht wird. So kann der im Händedesinfektionsmittel enthaltene Alkohol in tiefere Hautschichten gelangen und dadurch einen brennenden Schmerz verursachen.

Darum wäre es fatal, wenn man in solchen Fällen das Desinfizieren durch häufigeres Händewaschen ersetzt. Zum einen lässt sich durch das Waschen nur ein Bruchteil der Keime beseitigen. Und zum anderen trägt ja gerade zu häufiges Händewaschen dazu bei, dass die Schutzschicht der Haut austrocknet und durchlässig wird.

Unser Ratschlag: Waschen Sie Ihre Hände nur so oft wie nötig – zum Beispiel bei Arbeitsbeginn und wenn sie sichtbar verschmutzt sind.

Brennender Schmerz auf der Haut: Ärztliche Hilfe suchen

Wenn das Händedesinfektionsmittel auf der Haut schmerzt, ist oft eine Heilbehandlung erforderlich. Außerdem gilt es, die Ursachen zu beheben – meist Mängel beim Schutz und/oder bei der Pflege der Haut.

Allergien auf Händedesinfektionsmittel kommen dagegen nur selten vor und sind dann auf verzichtbare Zusatzstoffe zurückzuführen. Vorbeugen lässt sich solchen Problemen durch duftstofffreie Produkte.

Was Sie jetzt gleich ganz konkret tun können

Foto: BGW/Werner Bartsch

2 Kommentare zu “Wenn’s beim Desinfizieren brennt …”

    1. Hallo Herr Großkurt,
      vielen Dank für den Hinweis. Nachdem wir auch kurz geschmunzelt haben, wurde der Fehler natürlich sofort korrigiert. Bleiben Sie uns als aufmerksamer Leser treu.
      Herzliche Grüße aus der Online-Redaktion
      Hermann Bach

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