Drei verschiedene UV-Typen

Haut im Sommer: UV-Typ beachten

Wie lange können wir in der Sonne bleiben? Das hängt vor allem von unserem UV-Typ ab. Die Zeit bis zum Sonnenbrand ist für viele überraschend kurz.

Endlich ist der Sommer da. Die Sonne hat uns in den vergangenen Tagen sehr verwöhnt. Für viele gibt es jetzt nichts Schöneres, als viel Zeit draußen zu verbringen: am Strand, beim Spielen oder Wandern, auf dem Balkon oder im Garten.

Zwar freuen wir uns über das sonnige Wetter, aber es hat – Achtung, Wortspiel – auch Schattenseiten. Die meisten wissen, dass zu viel Sonnenbestrahlung der Haut schaden kann. In den vergangenen Jahren hat das Bewusstsein für den nötigen Schutz zu- und das leichtfertige Verhalten beim Sonnenbaden eher abgenommen.

Arbeiten Sie in der Sonne? Dann lesen Sie unsere Tipps zum Vermeiden von Sonnenbrand und Krankheiten durch UV-Strahlung.

Besonders im Sommer: UV-Typ beachten

Wie viel Sonne ist gut für uns? Die Dermatologie unterscheidet sechs UV-Typen – von sehr heller bis zu schwarzer Haut. Vom UV-Typ hängt ab, wie viel Sonne jemand verträgt. Jeder UV-Typ besitzt eine andere Eigenschutzzeit. Dieser Begriff bezeichnet die Dauer, während der ein Mensch die ungebräunte Haut der Sonne aussetzen kann, ohne Sonnenbrand zu kriegen.

Entscheidend ist aber auch, wie intensiv die Einstrahlung ist: Der UV-Index gibt die sonnenbrandwirksame Bestrahlungsstärke der Sonne an. In Mitteleuropa liegt der UV-Index in den Sommermonaten um die Mittagszeit meist zwischen fünf und acht.

Länger in der Sonne: Nur mit Sonnenschutzprodukten

Die Eigenschutzzeit ist bei vielen kürzer, als sie meinen: Menschen vom UV-Typ I bis III können an sonnigen Tagen weniger als 10 bis etwas mehr als 30 Minuten pro Tag in der Sonne verbringen, so das Bundesamt für Strahlenschutz. Jede Minute länger lässt die Haut erröten. Mit Sonnenschutzprodukten können wir länger unbeschadet draußen bleiben.

Die UV-Typen im Überblick

 

Frau vom UV-Typ I mit sehr heller Haut
Frau vom UV-Typ I: sehr helle Haut

UV-Typ I

hat sehr helle Haut und hellblondes oder rötliches Haar. Menschen dieses Typs werden nicht braun, sondern bekommen Sommersprossen. Eigenschutzzeit im Sommer: weniger als 15 Minuten.


 

Frau vom UV-Typ II: Blondes Haar, helle Haut
Frau vom UV-Typ II: Blondes Haar, helle Haut

UV-Typ II

besitzt helle Haut sowie blonde oder braune Haare. Seine Haut beginnt sich nach 20 Minuten zu röten, wenn sie die Sonne nicht gewöhnt ist. Wird mit der Zeit mäßig braun.


 

Junger Mann vom UV-Typ III: mittlere Hautfarbe
Junger Mann vom UV-Typ III: mittlere Hautfarbe

UV-Typ III

hat eine mittlere Hautfarbe; die Haare sind meist dunkelblond bis braun. Langsame, fortschreitende Bräunung ist möglich. Eigenschutzzeit im Sommer (ungebräunte Haut): bis zu 30 Minuten.


 

Junge Frau vom UV-Typ IV: Schnelle Bräunung
Junge Frau vom UV-Typ IV: Schnelle Bräunung

UV-Typ IV

weist hellbraune, olivfarbene Haut auf. Dunkelbraunes Haar. Eine Bräunung tritt zügig ein. Ohne Eingewöhnung: Rund 40 Minuten Eigenschutzzeit im Sommer.


 

Mann vom UV-Typ V: dunkelbraune Haut
Mann vom UV-Typ V: dunkelbraune Haut

UV-Typ V

hat auch ohne lange Sonnenaufenthalte dunkelbraune Haut. Dunkelbraune Augen, dunkles bis schwarzes Haar. Eigenschutzzeit im Sommer: rund 60 Minuten.


 

Mann vom UV-Typ VI: dunkle bis schwarze Haut
Mann vom UV-Typ VI: dunkle bis schwarze Haut

UV-Typ VI

besitzt dunkelbraune bis schwarze Haut, auch in ungebräuntem Zustand. Die Augen sind dunkelbraun, das Haar ist schwarz. Praktisch nie Sonnenbrand. Eigenschutzzeit: rund 80 Minuten.


 

Selbsttest: Welcher Hauttyp?

Das Bundesamt für Strahlenschutz empfiehlt, den Hauttyp durch eine Dermatologin oder einen Dermatologen bestimmen zu lassen. Erste Anhaltspunkte gibt ein Selbsttest zum Hauttyp.

Was meinen Sie?

  • Überraschen Sie die kurzen Eigenschutzzeiten?
  • Wie wichtig ist Ihnen Sonnenschutz?
  • Achten Sie bewusst darauf, wie lange Sie in der Sonne sind?

Fotos: fotolia/Robert Kneschke, MEV-Verlag (2), BGW/Kröger + Gross, fotolia/connyhagen.de, fotolia/Minerva Studio

2 Kommentare zu “Haut im Sommer: UV-Typ beachten”

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