Hände Desinfizieren: Person nimmt Flüssigkeit aus einem Spender

Hände desinfizieren – aber richtig!

Waschen oder desinfizieren – oder beides? Oft reicht für die Händehygiene ein geeignetes Desinfektionsmittel aus. Wichtig ist jedoch das richtige Anwenden.

In Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen oder Praxen hängen sie selbstverständlich überall. Auch in Büros und sogar auf Autobahnraststätten sind sie mittlerweile oft zu sehen: Spender mit Flüssigkeit zur Händedesinfektion.

Es gibt auch bei der Flächendesinfektion einiges zu beachten, hier geht es aber um die Desinfektion der Hände:

Einmal mit dem Ellenbogen von oben auf den Hebel drücken, Desinfektionsmittel mit einer Hand auffangen, einreiben, einwirken lassen, fertig! So sorgen Sie, kurz gefasst, in vielen Situationen für die richtige Händehygiene – etwa im Berufsalltag in Pflegeeinrichtungen, Kliniken oder Praxen oder auch anderswo.

Hände richtig desinfizieren: So geht’s

Für eine wirksame Desinfektion müssen die trockenen Hände komplett mit dem Händedesinfektionsmittel eingerieben und über die für das Produkt vorgesehene Einwirkzeit, in der Regel 30 Sekunden, feucht gehalten werden. Besonderes Augenmerk ist dabei auf die Fingerkuppen und Daumen zu legen, damit auch diese Partien komplett mit dem Desinfektionsmittel behandelt werden. Denken Sie auch an die Handgelenke.

Der Vorteil beim Desinfizieren: Die Hautfette werden, anders als beim Händewaschen, nur angelöst, aber nicht ausgespült. Und die Keimzahl auf den Händen wird durch eine gründliche Desinfektion noch deutlich stärker reduziert als durch Waschen.

Das Waschen ist – auch wenn es überraschend klingt – in vielen Fällen unnötig. Gewaschen werden müssen die Hände oft nur bei Arbeitsbeginn und wenn sie sichtbar verschmutzt sind.

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Wann desinfizieren Sie Ihre Hände? Und wann waschen Sie? Schreiben Sie uns Ihre Erfahrungen und Meinung zum Thema und diskutieren Sie mit.

Foto: BGW/Florian Arvanitopoulos

6 Kommentare zu “Hände desinfizieren – aber richtig!”

  1. Durch meine Arbeit habe ich viel Kundenkontakt. Daher habe ich immer eine Flasche Desinfektionsmittel bei mir. Allerdings war mir bisher unklar, wie oft ich es verwenden muss. Ich habe außerdem den Eindruck, dass das Mittel die Hände austrocknet. Beste Grüße, Mark

    1. Hallo Mark,

      beim Desinfizieren der Hände geht es darum, Infektionsketten zu unterbrechen. Man sollte deshalb abwägen, ob die Desinfektion wirklich nötig ist, wenn kein besonderes Infektionsrisiko vorliegt. Wenn Sie keinen Patientinnen- und Patientenkontakt haben, ist die Desinfektion eigentlich “zu viel des Guten”. Wenn im Herbst und Winter traditionell mehr Menschen erkältet sind, kann das Händewaschen – gerade bei häufigem Kundinnen und Kundenkontakt – sinnvoll sein. So werden Sie zum Beispiel Erkältungsviren los. Vergessen Sie aber bitte nicht, Ihre Händen nach dem Waschen mit Creme zu pflegen.

      Unseren Versicherten aus dem Gesundheitsdienst und der Wohlfahrtspflege empfehlen wir, eher auf das hautschonende Desinfizieren zu setzen und häufiges Händewaschen zu vermeiden. In Kliniken ist z.B. das Desinfizieren beim Betreten und Verlassen von Patientinnen- und Patientenzimmern die Regel.

      Bei der Händedesinfektion kommt es auf die Auswahl eines geeigneten Mittels an: Es sollte frei von Duft- und Farbstoffen sein; zudem gibt es Mittel mit nachfettender Wirkung. Diese sollen sowohl das Austrocknen als auch das “Empfinden” einer Austrocknung verhindern. Bei der Händedesinfektion werden die Hautfette, anders als beim Händewaschen, nur angelöst, aber nicht ausgespült.

      Wären Sie im Gesundheitsdienst und in der Wohlfahrtspflege, z.B. in Klinik oder Praxis beschäftigt, gäbe es detailliertere Empfehlungen zu beachten: Vor jeder Übertragungsmöglichkeit von Infektionen auf Patientinnen und Patienten durch die Hand des pflegenden oder ärztlichen Personals und nach jeder potenziellen Kontamination der Hand ist eine hygienische Händedesinfektion durchzuführen.

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