Drei mit Wasser gefüllte Gläser, davor Zuckerwürfel; einer davon in einem halbdurchsichtigen Handschuh

Das Zuckerwürfel-Experiment

Wenn es mal schnell gehen muss, wird eher auf die Hautschutzcreme gesetzt, statt extra Handschuhe anzuziehen. Dass dieses Verhalten bei längerem Kontakt mit Wasser der falsche Ansatz ist, veranschaulicht das Zuckerwürfel-Experiment.

Dieses Experiment können Sie selbst ausprobieren. Oder Sie zeigen es Azubis und Schülerinnen und Schülern, um zu zeigen, wie wichtig ein guter Hautschutz ist.

Zuckerwürfel-Experiment durchführen: Anleitung

Die Durchführung ist simpel: alles, was man braucht, sind drei Gläser mit Wasser, drei Zuckerwürfel, ein Schutzhandschuh (es eignen sich zum Beispiel leicht durchsichtige Vinyl-Handschuhe) und etwas Hautschutzcreme.

Zuckerwürfel wird in die Öffnung des Schutzhandschuhs eingeführt
Ein Zuckerwürfel in den Schutzhandschuh stecken

Einer der Zuckerwürfel wird in den Handschuh gesteckt, der zweite wird mit etwas Hautschutzcreme eingerieben:

Etwas Schutzcreme auf den zweiten Zuckerwürfel geben.

 

Der letzte Zuckerwürfel wird nicht präpariert. Als nächstes wird jeder Zuckerwürfel in ein Glas Wasser gelegt.

Jeder der drei Zuckerwürfel wird in eines der Gläser gegeben.
Alle drei Zuckerwürfel eintauchen.

Die Reaktionen sind schnell sichtbar:

Der nicht präparierte Zuckerwürfel …

… fängt bereits nach wenigen Sekunden an, im Wasser zu zerfallen. Nach ein bis zwei Minuten ist von der ursprünglichen Form nur noch ein Häufchen Zuckerkristalle übrig.

Der unbehandelte Zuckerwürfel ist nach wenigen Minuten komplett zerfallen

 

Der eingecremte Würfel

Im zweiten Glas kann sich der eingecremte Würfel den Kräften des Wassers einige Minuten widersetzen. Einzelne Klümpchen lösen sich in Verbindung mit der Creme und treiben an die Oberfläche. Erst nach etwa zehn Minuten zerfällt der Zuckerwürfel vollständig.

Von oben sieht man im Wasserglas den Zuckerwürfel mit leichten Zerfallserscheinungen
Längere Lebensdauer dank Hautschutzcreme

Der Zuckerwürfel im Vinylhandschuh trotzt dem Wasser

Dabei ist es egal, wie lange der Würfel im Glas liegt. Auch nachdem die anderen beiden Würfel lange aufgelöst sind, ist der dritte durch den Handschuh optimal geschützt.

Zuckerwürfel im Schutzhandschuh

Zuckerwürfel im Handschuh

Das Zuckerwürfel-Experiment lässt sich auf das Verhalten der Haut bei der Arbeit mit Wasser übertragen. So schont eine Hautschutzcreme zwar auch für einige Minuten, doch zuverlässiger Schutz wird nur durch die richtigen Handschuhe gewährleistet.

… und die Moral von der Geschicht’?

Deine Schutzhandschuhe vergiss besser nicht!

Das Zuckerwürfel-Experiment hat die BGW beim Deutschen Pflegetag im Rahmen einer Ausstellung zum Thema Hautgesundheit vorgeführt.

Text: Svenja Schirdewahn
Fotos: Oliver Eberhardt / filmduene.de

11 Kommentare zu “Das Zuckerwürfel-Experiment”

  1. Seit Jahren versuche ich das Handschuhtragen zu minimieren. Jetzt wird es von der BGW wieder propagiert. Schade, dass Zuckerwürfel nicht schwitzen.
    Frohes Osterfest
    Werner Knoke

    1. Hallo Herr Knoke,

      der Grundsatz vom Handschuhe tragen heißt doch: Soviel wie nötig und so wenig wie möglich.Ihnen auch ein frohes Osterfest.
      Eva Altmann

      1. Dem schließe ich mich an: so viel wie gemäß des aktuellen Wissensstands nötig – so wenig wie möglich, um vermeidbare negative Effekte durch Handschuhtragen (wo es gar nicht nötig ist) zu vermeiden.

    2. Schutzhandschuhe sind toll: Sie schützen vor Infektionen und dienen der Hygiene. Zum Beispiel im Friseurhandwerk schützen sie bei der dauerhaften Feuchtarbeit vor Austrocknung der Haut (der negative Okklusionseffekt wiegt hier weniger schwer als mögliche Probleme bei Verzicht auf Handschuhe). Es kommt eben immer darauf an, das richtige Maß zu finden.

      1. neuere Entwicklungen von Produkten machen es sogar inzwischen möglich oft ohne Schutzhandschuhe auszukommen. Diese Produkte werden in Schaumform angeboten. Die Haut kann atmen und schwitzen, keine Behinderung des Tastgefühls mehr wie bei Handschuhen, nicht fettend, unsichtbar, geruchlos.
        Der Rundumschutz hält mehrere Stunden an..
        schützt gegen (Friseur)Chemikalien, Schutz gegen Kontaktallergene, Schutz bei Feuchtarbeit…

  2. was Gesamtthema Hautschutz anlangt wird angeregt in jedem Betrieb “Hautschutzbeauftragte/n” zu benennen die in Speziellen Schulungen mit dem Thema intensiv vertraut gemacht werden.
    Warum nicht 1.Hilfe für die Haut einführen.

  3. in Verbindung mit Hautschutz sollte unbedingt die zunehmende Anzahl von Barber Shops in Deutschland Beachtung finden. Die Bartkultur führt dazu es werden wieder zunehmend Nassrasuren,mit scharfer Klinge, ausgeführt.Wie früher werden bei Blutungen z.T.wieder Alaunprodukte zur Blutstillung eingesetzt.Bei mehrfachem Einsatz(meist Alaunprodukte KEINE Ein/mal/weg/Produkte) besteht eine hohe Gefahr für die Übetragung von Hepatitis -B- und -C- . Auch die Rasiermesser sind zwingend nach jedem Gebrauch zu desinfizieren. Das hohe Gefahrenpotenzial wird leider weit unterschätzt !

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