Gärtner arbeitet in der Sonne

Arbeiten in der Sonne: Tipps, die wirklich helfen

Wir lieben Sonnenschein und brauchen ihn zum Beispiel, um lebenswichtiges Vitamin D zu produzieren. Doch wer draußen arbeitet, muss die Haut vor zu viel Sonne schützen. Mit diesen Tipps gelingt es.

Zu viel UV-Strahlung, der wir in der Sonne ausgesetzt sind, kann krank machen und sogar Hautkrebs verursachen. Die Betonung liegt allerdings auf „kann“. Denn mit den richtigen Schutzmaßnahmen sinkt das Risiko. Nicht mal ein Sonnenbrand beeinträchtigt Sie dann.

Der wirksamste Schutz: die Sonne meiden

Bleiben Sie möglichst aus der Sonne! Steht trotzdem Arbeit in der Sonne an, geht es um wirksamen Schutz. Dabei ist zwischen technischen, organisatorischen und personenbezogenen Maßnahmen zu unterscheiden. Und in dieser Reihenfolge sollten sie auch angegangen werden.

Technische Maßnahmen: für Schatten sorgen

Hierzu gehört alles, was Schatten spendet, etwa die Einrichtung von schattigen Plätzen mit Überdachungen für Arbeits- und Pausenzeiten, Sonnensegel oder Unterstellmöglichkeiten.

Organisatorische Maßnahmen: auf die Zeit achten

Halten Sie sich möglichst zwischen 11 und 16 Uhr nicht länger in der Sonne auf, da ihre Strahlung dann am intensivsten ist. Oft lassen sich Abläufe so organisieren, dass nur kurze Arbeitsphasen in der Sonne anfallen und die meisten Aufgaben im Schatten erledigt werden. Zudem können viele Tätigkeiten an Tagen außerhalb von Schönwetterperioden ausgeführt werden.

Personenbezogene Maßnahmen: richtig kleiden …

Sind die technischen und organisatorischen Maßnahmen nicht ausreichend, kommen personenbezogene Maßnahmen ins Spiel. Geeignete Schutzkleidung ist hier schon „die halbe Miete“. Mütze oder Hut sind eine gute Wahl. Am besten tragen Sie zudem lange Ärmel und lange Hosen. Teilweise ist in Arbeitskleidung der UV-Schutzfaktor (UPF) angegeben. Dies ist eine Entscheidungshilfe beim Einkauf.

Jedoch beeinflussen die Abnutzung und häufiges Waschen den UPF Ihrer Arbeitskleidung. Ein gedehntes Kleidungsstück, etwa ein auf dem Rücken gespanntes Hemd, bietet weniger Schutz als angegeben.

Ihre Augen haben ebenfalls Schutz verdient (UV-Strahlung kann unter anderem zu grauem Star führen): Vergessen Sie deshalb nicht, eine Sonnenschutzbrille aufzusetzen.

… und cremen

Für alle Hautpartien, die Sie nicht durch Kleidung schützen, nutzen Sie bitte möglichst eine Sonnenschutzcreme. Wählen Sie ein Produkt, das schweiß- und wasserfest ist und einen ausreichend hohen Lichtschutz bietet. Nutzen Sie das Präparat schon etwa 30 Minuten vor dem Beginn des Sonnenaufenthalts, um optimal geschützt zu sein. „Dick auftragen“, lautet das Motto bei Sonnenschutzcreme. Denn so erzielen Sie tatsächlich den auf der Packung angegebenen Lichtschutz.

Auf Hautveränderungen untersuchen lassen

Zum Schluss eine gute Nachricht. Werden Hautkrebsvorformen beziehungsweise -frühformen rechtzeitig erkannt, lassen sie sich meist gut behandeln: ohne sichtbare Folgen und teilweise sogar ausschließlich mit Salben. Das bedeutet für Sie: Wenn Sie viel im Freien arbeiten, sollten Sie ihre Haut regelmäßig ärztlich untersuchen lassen.

Lesen Sie auch den Beitrag Haut im Sommer: UV-Typ beachten

Foto: fotolia/Tomasz Zajda

10 Kommentare zu “Arbeiten in der Sonne: Tipps, die wirklich helfen”

  1. Guten Tag, möchte an dieser Stelle einige Dinge kurz anders darstellen. Arbeiter, die den ganzen Tag der Sonne ausgesetzt sind, haben am wenigsten Hautkrebs (da ihre Haut sich vom Frühjahr an langsam daran gewöhnen konnte). Sonnencreme ist mit zu vielen chemischen Stoffen belastet und verhindert zudem, dass sich die Leute rechtzeitig schützen. Das kritischste sind Leute aus dem Büro, die völlig weiß sich gleich dem Sonnenlicht aussetzen, nur weil sie mal am Wochenende Zeit dafür haben.
    Die Sonne wird allgemein immer als etwas schädliches dargestellt. Nein, es ist der Quell des Lebens, ohne Sonne würde hier nichts funktionieren. Alle Lesern möchte ich dazu auffordern, sich mal näher mit dem Thema Sonnenyoga zu befassen.
    Mit freundlichen Grüßen Jörg Bansemer.

  2. Vielen Dank für die Tipps. Eine Unterstellmöglichkeit bei Hitze ist besonders wichtig, da es ja sogar zum sogenannten Sonnenstich kommen kann. Ich plane momentan deswegen ein Sonnensegel aufstellen zu lassen.

    1. @Amalia B:
      Vielen Dank für den Kommentar. Wir wünschen uns einen konstruktiven Austausch im Haut-Blog, gern auch kritisch und kontrovers. Mit Verweis auf unsere Netiquette möchte ich darauf hinweisen, dass wir keine werblichen Inhalte zulassen – als solchen habe ich Ihren im Kommentar platzierten Link identifiziert und daher den Link entfernt.

  3. Vielen Dank für die Tipps.

    Generell ist es zumindest in der Praxis schwierig sich effektiv auf Sonnenschutz einzulassen, wenn man draußen arbeitet. Oder würde einer von euch zum Chef sagen, nee, ich kann die Hecke jetzt nicht schneiden, die ist ja in der Sonne, und sich danach noch bei den Kollegen blicken lassen können?

    Henrik

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